Ausgabe 18 – Juli 2017

„Heraus aus der Einsamkeit – Die Angst vor den Anderen“

Inhalt

1 Titelbild „Heraus aus der Einsamkeit-Die Angst vor den Anderen“
2 Die Redaktion
3 Impressum
4 Inhalt
5 Vorwort
7 „Einsam“
8 Trialog: „Einsamkeit mit Mut bekämpfen“
10 Und jedem Anfang liegt ein Zauber inne, der uns beschützt…
12 Einsamkeit ist eine Chance
13 Depression
14 TLPE e.V. – Selbsthilfefachtag
17 Leserbriefe
18 „Ist da jemand, der den Schatten von der Seele nimmt?“
19 Die Fahrt geht weiter
20 Raus aus der Einsamkeit
25 Gemeindepsychiatrie
30 Unfertig
31 Gefühle
31 Im Irrenhaus
32 Die unschuldigen Kinder
34 Ingo – August 2016
35 Ein wunderschönes Erlebnis
36 Es geht weiter
37 Ein Schmetterling-Jahr
38 Sie hat mich verführt
39 Rätsel und Denkaufgaben
40 Die Katze sonnt sich
41 Kräuterhexentipps zur Sommerzeit
44 Rücktitel

Vorwort

Liebe Leserinnen und Leser,

wenn wir das Wort „EINSAMKEIT“ hören, woran denken dann die meisten von uns?
Vermutlich verbindet sich mit diesem Gefühl bei vielen Menschen etwas von Trostlosigkeit und Allein gelassen sein in ausweglosen Situationen. Man glaubt, das Leben mit seinen Anforderungen nicht mehr meistern zu können und im Alltag nicht mehr zu funktionieren, wie es von uns erwartet wird.
Unser Leben, unsere Gefühlswelt durchläuft immer wieder Höhen und Tiefen. Momente von Glück und Zufriedenheit wechseln sich ab mit Geschehnissen von Frust, Unzufriedenheit, Versagensangst. Probleme unterschiedlichster Art bestimmen den Alltag. Manchmal fühlen wir uns einsam, allein gelassen und glauben keinen Ausweg aus unserer belastenden Situation zu finden. Wenn dann der Druck auf uns scheinbar immer grösser wird und wir uns von der Umwelt unverstanden fühlen, ziehen wir uns aus unserem Umfeld zurück. Vermutliches Unverständnis für unsere Gefühle, unser Empfinden der vorherrschenden Situation, tun ihr Übriges dazu, dass wir uns permanent isolieren. Wir brechen Kontakte zu Freunden, Familie, zu den Menschen, die uns doch eigentlich wichtig sind, ab. Und geraten so in die quälende Spirale von Resignationund Einsamkeit. Wir sehnen uns nach helfenden Händen, haben aber gleichzeitig Angst davor, uns erklären zu müssen. Trotzdem sollten wir uns darauf einlassen, Hilfe anzunehmen und versuchen, uns aus der unser Leben belastenden Situation zu befreien. Es lehnt sich in jedem Fall, nicht aufzugeben und die Einsamkeit in Ihre Schranken zu weisen.
Wobei ich allerdings noch ein Wort in eigener Sache anbringen möchte. Manchmal kann Rückzug in die Einsamkeit auch zur Heilung von seelischen Schmerzen beitragen. Einfach nur um Klarheit in belastenden Situationen zu finden. Ich persönlich brauche zum Beispiel ab und an meine Auszeiten in Ruhe und Einsamkeit. Einfach nur mit mir allein. Danach fühle ich mich frei und kann wieder ins Licht treten und sagen
„Da bin ich wieder!“.

Pia Bauer
im Namen der Redaktion